Silke Albrecht führt seit einiger Zeit Swedenform weiter. Karin Mayer hat Swedenform aufgebaut und lange Jahre war sie mit ihrem Laden in Dornstadt bei Ulm zu finden. Nun ist Swedenform samt Lagerbestand zur jetzigen Eigentümerin ins Allgäu gezogen. Sehr zu meiner Freude, denn jetzt ist es fast nur noch ein Katzensprung. Vor einiger Zeit habe ich Silke Albrecht in ihrem Laden besucht. Feste Öffnungszeiten gibt es nicht, aber nach Voranmeldung ist ein Besuch ohne weiteres möglich. Jetzt schlägt das Weberherz wieder höher. Sie bietet zu verschiedenen Zeiten Einführungskurse an, die Termine finden sich auf der Homepage. Schön, das Swedenform weiter existiert und wir Weber nicht um Garnnachsschub bangen müssen. Und das Tolle ist auch, das sie im Weberhandwerk erfahren ist und sicherlich nicht mit dem ein oder anderen Tipp geizen wird.

Mehr dazu unter www.swedenform.com

 

Es gibt nicht mehr viele Bezugsquellen für Webstühle und Webstuhlzubehör in Deutschland. Vermutlich kennt fast jeder aktive Weber hierzulande Rudi Künzl und sein Angebot. Nicht nur Webstühle neu und gebraucht, Schärbäume, Schnüre und vieles mehr hat er auf seiner Seite aufgelistet. Die Garne, die er anbietet, sind oftmals aus kontrolliert, biologischen Anbau und nach GOTS Richtlinien gefärbt.

Mehr dazu unter www.webstuhl-kuenzl.de

 

Es muss nicht immer bunt sein. Das Wollangebot von purewol aus den Niederlanden spricht sowohl Spinnerinnen, als auch Filzerinnen an. Die Schafe werden am Hof geschoren und die Wolle wird nach dem Waschen kardiert. Oder auch nicht. Es ist auch Rohwolle erhältlich. Der Internetshop ist sehr informativ und ansprechend gestaltet. Eine schöne Idee in Zeiten, in denen so mancher Schafhalter nicht weiß wohin mit der Wolle und sie schon einmal auf dem Kompost landet, oder im schlimmsten Fall verbrannt wird. Die Naturtöne der Wolle strahlen erdverbundene Ruhe und sinnliche Harmonie aus. Balsam für die Seele.

Mehr dazu unter www.purewol.de

 

Regelmäßig ist London unter den Top 10 der jährlich meistbesuchten Städte zu finden. Und die allerallerallerwenigsten besuchen die Stadt sicher, um einen Laden in der Seven Sisters Road aufzusuchen, der noch dazu etwas abseits zu den touristischen Angeboten liegt. Etwas Besonderes ist der Laden aufgrund seines Angebotes. Es wird nicht nur Garn und vieles mehr verkauft, sondern es wird auch ein spannendes textiles Kursprogramm angeboten. Wer kommt schon auf die Idee, in London an einem Spinn- oder Webkurs teilzunehmen? Aber das ist durchaus möglich. Ebenfalls spannend ist die Teilnahme an einer zweijährigen Weberklasse, um die individuellen Fertigkeiten auszubauen und seine Fähigkeiten im Weben zu erweitern. Alles ist möglich in der textilen Welt.

Mehr dazu unter www.handweavers.co.uk

 

Amsterdam lockt. Jedes Jahr am dritten Juniwochenende öffnen über 20 Gärten zu den "Open Tuinen Dagen" ihre Pforten. Für neugierige Gartenliebhaber ist dieses jährliche Event sicher ein Muss. Aber ich schweife ab. Seit einiger Zeit betreibt Sytze Roos eine Weberwerkstatt in Amsterdam und vermietet Webstühle an alle, die Lust auf das alte Handwerk haben. Die Anzahl der Webstühle in der Werkstatt ist beachtlich. Aber es besteht auch die Möglichkeit in 6 aufeinander aufbauenden Semestern das Weberhandwerk von Grund auf zu lernen. Sytze ist ein Teil von "Keskusta". Die Liste der internationalen Ausstellungen ist lang, umso schöner, das sie vor einigen Jahren auch am Textilmarkt im tim, staatliches Textil- und Industriemuseum Augsburg vertreten waren und den Süden Deutschlands mit ihren textilen Werken beglückt haben. Es gibt schlechtere Gründe, um nach Amsterdam zu reisen. Warum nicht einmal zum Weben?

Mehr dazu unter www.ambachtelijke-weverij.nl

 

Von Süd nach Nord. Und ostfriesisches Platt. Ostfriesland ist die nordwestlichste Region Deutschlands. Routenplaner sind toll, spucken sie doch sofort und gleich Zahlen aus, die eine Reiseentscheidung oft und sofort beeinflussen können. Die Entfernung München - Aurich in Ostfriesland beträgt 882 Km. Nach schlappen 713 Km kann es sich der Oberbayer schon mitten in der Toskana, genauer in Siena, gut gehen lassen. Nichtsdestotrotz. Auch im hohen Norden gibt es die Möglichkeit, von der Pieke auf das Weben zu lernen. Viele engagierte Webenthusiasten halten in einer ehemaligen, einklassigen Dorfschule Kurse ab, damit das Wissen um das Handwerk nicht verloren geht.

Mehr dazu unter www.webmuseum-ostfriesland.de

 

Uralte Bauernhöfe. Almen und saftige Wiesen. Das Ultental ist ein nicht zu überlaufenes Tal in Südtirol und lockt im Sommer mit herrlichen Wandermöglichkeiten. Und im Winter? In den Wintermonaten gibt es ein feines Kursangebot an der Winterschule in Ulten, unter anderem in Textil- und Holzverarbeitung. Die jeweiligen Fachkurse können nach bestandener Prüfung und Besuch aller notwendigen, aufeinander aufbauenden Kurse mit einem Zertifikat abgeschlossen werden.

Mehr dazu unter www.winterschule-ultental.it

 

Die Landwirtschaftliche Lehranstalt in Imst feiert bald ihr hundertjähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung kurz nach dem ersten Weltkrieg bietet sie qualifizierte Bildungsmöglichkeiten für den ländlichen Raum an. Bereits zur Anfangszeit ab 1921 war eine Ausbildung im Weberhandwerk an der Schule möglich. Da das Weben in der Folgezeit unpopulär wurde, fanden sich nicht mehr genug Schüler/Schülerinnen und der reguläre Ausbildungsbetrieb, mit der Möglichkeit einen anerkannten Abschluss zu erwerben, wurde eingestellt. Umso erfreulicher ist es, dass die Weberwerkstatt samt seinen alten Webstühlen trotzdem nicht aufgegeben wurde. Annegret Schwegler, eine deutsche Webermeisterin, bietet in aufeinander aufbauenden Kursen die Möglichkeit an, das Weberhandwerk von Grund auf zu lernen. In dieser schönen Werkstatt mit seinen zahlreichen Webstühlen und großer Fensterfront mit Blick auf den Tschirgant macht das Weben einfach Freude.

Mehr dazu unter www.lla.ihc.at

 

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